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Eine Anleitung zu feuersicheren Safes


Die große Auswahl an feuersicheren Safes kann es heutzutage schwer machen, den passenden Tresor zu finden. Desweiteren gibt es viele verschiedene Prüfungsinstitute, Prüfungsstandards, technische Spezifikationen und Sicherheitsklassen. Aus diesem Grund haben wir für Sie diese Anleitung zur Auswahl Ihres feuersicheren Safes entworfen.

Der erste Schritt zur Auswahl des richtigen Safes ist es sich klarzumachen,was genau in diesem untergebracht werden soll. Generell werden Safes für den Schutzvon sensitiven Daten und unersetzlichen Dokumenten eingesetzt, weshalb die Testkriterienund Feuersicherheitsklassen von Prüfungsinstituten auf drei Hauptkategorien konzentriertsind:

Papier: z.B. Pässe, Zertifikate, Versicherungspapiere, Urkunden, legale Dokumente undGeldscheine
Digitale Medien: z.B. USB/Memory Sticks, DVDs, CDs, digitale Kameras, iPods, MP3 Player undexterne Hard Drives
Magnetische Medien: z.B. Computer Back-Up Bänder, Computer Disketten, traditionelle interne Harddrives,Videobänder und Audiobänder. Auf Zellulose basierende Materialien wie Filme, Negative,Transparente und Microfiche reagieren sehr empfindlich auf Hitze und Brände. Diese solltendaher ebenfalls in einem Datensafe für magnetische Medien gelagert werden.

Die verschiedenen Medien beginnen Ihren Degradierungsprozess bei den folgendenTemperaturen:
Papier: 177°C
Digitale Medien: 120°C
Filme: 66°C
Magnetische Medien: 52°C

Magnetische Medien müssen außerdem von den bei einem Feuer entstehenden elektromagnetischenStörungen beschützt werden, da diese die magnetisch gespeicherten Informationenbeschädigen können.
Bei einem Feuer muss der Safe nicht nur Hitze sondern auch Rauch, Flammen,Staub und heißen Gasen standhalten können. Die Temperatur bei einem Großbrandsteigt normalerweise auf bis zu 450°C an, allerdings kann diese je nach Feuertypund den brennenden Materialien viel höher ansteigen. Steigende Feuchtigkeitslevelim Inneren des Safes können ebenfalls eine Gefährdung für magnetische Medienund Filme darstellen. Die kritischen Feuchtigkeitslevel sind wie folgt:
Filme: 85% Feuchtigkeitsbeschränkung
Magnetische Medien: 80% Feuchtigkeitsbeschränkung


Wie funktioniert ein feuersicherer Safe?:

Wie schon beschrieben, kann der Grund für die Zerstörung Ihrer Gegenstände bei falscher Auswahl Ihres Safes an dem steigenden Feuchtigkeitslevel im Inneren des Safes und nicht unbedingt an dem Hitzeeinfluss des Feuers liegen.
Diie Innentemperatur in einem feuersicheren Safe muss so kühl wie möglich gehalten werden. daher besteht die typische Konstruktion aus einem doppelwandigen Stahlkörper, dessen Hohlraum mit einem speziellen feuersicheren Stoff gefüllt wurde. Je nach Marke und Safe unterscheidet sich dieser Stoff, allerdings wird immer ein Hydrat wie Alaun oder Kalziumsulfat verwendet welches bei Erhitzung Wasserdampf freisetzt. Ein Teil des Dampfes wird dabei in das Innere des Safes geleitet, wo es die interne Temperatur reguliert und den Safe druckdicht gegen die Außenhitze des Feuers verschließt. Durch strategische Platzierung von Luftlöchern in verschiedenen Teilen des Safes wird der Druck- und Feuchtigkeitsgrad im Inneren des Safes kontrolliert. Dadurch kann ein Teil des Dampfes aus dem Safe in das Feuer entweichen.
Diese präzise entwickelten Funktionen verstärken die Feuersicherheit des Safes.

Desweiteren besitzt ein feuersicherer Safe aufquellende Streifen an dem Hauptkompartmentund allen Schubladen, sowie um die Türkante herum. Durch die Hitze eines Brandesschwellen diese an und versiegeln den Safe gegen die Aussenwelt.

Bitte beachten Sie, dass die Feuchtigkeitslevel im Inneren des Safes nichtsmit der Wasserfestigkeit zu tun hat. Die Wasserfestigkeit eines Tresors beschreibtdie Fähigkeit, Löschwasser etc. von der Aussenseite des Safes standzuhalten.


Was müssen Sie bei der Auswahl Ihres Safes beachten?


Es gibt viele verschiedene Safes: von kleinen feuersicheren Boxen bis hin zugroßen Tresoren. Das Hauptkriterium für die Auswahl Ihres Safes sollte wie schonerläutert die Art der zu schützenden Gegenstände sein. Manche Safes bieten anhandvon Datenschutzeinlagen die Möglichkeit  mehrere verschiedene Medien wie zum Beispiel Papier und magnetische Datenträgerzu schützen.
Die Innenmaße eines Datenschutzsafes können viel geringer sein können, alses von der Aussenseite erscheint. Dies liegt an der verwendeten Menge von Insulationsmaterialdas benötigt wird, um die Innentemperatur des Safes bei einem Brand unter 52°Czu halten.

Falls Sie zusätzlich zum Feuerschutz auch Einbruchschutz benötigen, müssenSie sich bei Ihrer Versicherung informieren, wie hoch deren Versicherungschutzfür Bargeld und Wertsachen mit dem von Ihnen ausgewählten Safe geht. Dies hängtnicht nur von der Art des Safes, sondern auch von anderen Faktoren wie dem Standortund der Befestigung des Tresors ab. So kann durch die Befestigung eines Safesund der damit verbundenen Einbohrungen die Feuerfestigkeit von diesem beeinschränktwerden.
Bei der Auswahl von feuersicheren Safes mit Einbruchschutz sollten Sie nachden Prüfungsstandards EN 14450-S1, EN 14450-S2 und EN1143-1 Ausschau halten.Diese Standards sind EU-Normen für die Resistenz des Safes auf Einbrüche.
Der S1 und S2 Sicherheitsstandard gibt einen Bargeldschutz für €2500 und einenSchutz für Wertgegenstände von €25000.
Für die gewerbliche Nutzung wird ein Safe mit EN1143-1 Zertifizierung empfohlen.Diese Norm beinhaltet ein Bewertungssystem von Grad 0 bis Grad 5.
Diese unabhängigen Sicherheitsbewertungen sind für die Versicherung von Bargeldund Wertgegenständen sehr wichtig.

Ein weiterer zu beachtender Punkt bei der Auswahl eines Safes ist wie langedieser einem Feuer standhalten kann. Feuerteststandards reichen von 30 Minutenbis hin zu 240 Minuten und je nach Prüfungsinstitut wird der Test bei Temperaturen  von  843°C bis hin zu 1093°C ausgeführt.


Prüfungsinstitute und Standards


Prüfungen für Datenschutzsafes
EN1047:
Dieser europaweite Standard beinhaltet rigorose Testkriterien für Feuersafes.
Die unter dem Standard laufende EN1047-120 DIS ist dabei wahrscheinlich die strengste Prüfung. Der Datensafe wird in der Prüfung für zwei Stunden in einem Heizofen auf 1100°C erhitzt, wobei die Temperatur im Inneren des Safes 52°C nicht übersteigen darf. Nach Ablauf der zwei Stunden, wird der Ofen ausgeschaltet. Der Safe bleibt in der Abkühlphase im Ofen um zu kontrollieren, ob die magnetischen Datenträger weiterhin von dem Safe vor der Umgebungstemperatur geschützt wird.
Die EN 1047 hat kürzlich den deutschen VDMA Test abgelöst, wird aber immer noch im selben Testinstitut (VdS) durchgeführt.
ECB.S: Der ECB.S Standard beschreibt eine relativ neue europäische Zertifikation, welche die Safes übereinstimmend zu anderen Feuersicherheits- und Einbruchschutzstandards wie z.B. EN14450 und EN1047-1 testet.
NT Fire 017-120 Dis ist das schwedische Equivalente zu dem EN1047-120 DIS Standard. Der Safe wird in einem Heizofen für zwei Stunden auf 1090°C erhitzt wobei die Innentemperatur des Tresors eine Temperatur von 52°C nicht übersteigen darf. Nach Ablauf der zwei Stunden wird der Safe sofort bewertet.
MTS DIP 120-60DM (Grade B): In diesem chinesischen Test für digitale Mediensafes, der in Übereinstimmung mit den schwedischen Testkriterien durchgeführt wird, darf der Safe eine Innentemperatur von 120°C nicht übersteigen.
UL72: Dieser Standard wird von dem führenden amerikanischen Testinstitut Underwriter Laboraties (UL) erstellt. Bei der 120 minutigen Prüfung wird ein Heizofen auf 1010°C erhitzt.  Die Innentemperatur des Safes darf 52°C nicht übersteigen und die Feuchtigkeitsbeschränkung darf nicht mehr als 80% betragen.
Nach Ablauf der 120 Minuten wird der Safe bei abgeschaltetem Ofen für bis zu 68 Stunden zum Abkühlen stehen gelassen. In dieser Zeitspanne wird weiterhin die Temperatur im Inneren des Safes überprüft, da diese immer noch ansteigen kann. UL gibt an, dass gerade in der Abkühlzeit viele Hersteller den Test nicht bestehen.

Prüfungen für Dokumentensafes
NT-FIRE 017-60 Paper
und NT-FIRE 017-90 Paper: Der Safe wird für diesen schwedischen Standard in einem Heizofen für 60 bzw. 90 Minuten auf 945°C bzw. 1050°C erhitzt. Die Innentemperatur des Safes darf  175°C nicht übersteigen.
UL72 Class 350-60: Dieser Standard ist das Equivalente zu dem schwedischen NT-FIRE 017-60 bzw. 90 Paper. Der Safe wird im Heizofen  auf 927°C erhitzt und darf eine Innentemperatur von 177°C nicht übersteigen.

Weitere Prüfungen
Fallprüfung: Desweiteren werden manche Safes auch Fallprüfungen ausgesetzt um den Zusammensturz eines Gebäudes und den Fall des Safes von mehreren Stockwerken zu simulieren. Die in der Prüfung verwendete Standardfallhöhe ist 9,1m.
Explosionstests: Bei dem Explosionstest wird ein Heizofen auf eine vorgeschriebene Temperatur erhitzt und der Safe dieser Temperatur plötzlich für 30 Minuten ausgesetzt. Der akute Temperaturwechsel kann das flammhemmende Mittel im Inneren des Safes zum Explodieren bringen. Falls nach 30 Minuten keine Explosion stattfindet, wird der Ofen ausgeschaltet und der Safe zum Abkühlen stehengelassen. Danach wird er aufgebrochen und wie bei den anderen Tests inspiziert.
Manchmal wird die Fallprüfung und der Explosionstest kombiniert indem der Test erst plötzlich erhitzt, dann 9,1m fallen gelassen und danach nocheinmal erhitzt und abgekühlt wird.

Bitte beachten Sie dass diese Liste nicht alle existieren Prüfungen und Standardsauflistet und erweitert werden kann.


Schlüsselschloss oder elektronisches Schloss?


Der sichere Verschluss eines Safes gegen unautorisierte Zugriffe ist natürlichbesonders wichtig. Schlösser an einem Safe werden in zwei Hauptkategorien unterteilt: Schlüsselschlösserund elektronische Schlösser.

Schlüsselschlösser
Normalerweise wird ein Safe mit Schlüsselschloss mit zwei Schlüsseln geliefert.Dadurch können oft nur zwei Benutzer auf den Safe zugreifen, was einerseits dieSicherheit maximiert, andererseits allerdings ein Problem darstellen kann. Wennbeispielsweise einer der Schlüsselbesitzer die Firma verlässt und den Schlüsselnicht zurück gibt, muss im schlimmsten Fall das gesamte Schloss ersetzt werden.
Mit den technischen Spezifikationen des Safes erhöht sich oft auch der Sicherheitsgradder Schlösser. So ist das VdS- Klasse 1 Hochsicherheitdoppelbartschlüsselschlosszum Beispiel ein besonders sicheres Schloss.
Einen noch höheren Sicherheitsfaktor bietet ein Kombinationsschloss zusätzlichzum Schlüsselschloss. So kann eine Person die Kombination des Schlosses wissen,während eine andere den Schlüssel verwahrt.

Elektronische Schlösser
Elektronische Schlösser werden durch Batterien betrieben die entwederan der Innenseite oder an der Aussenseite des Safes zu finden sind. Falls sichdie Batterien an der Innenseite befinden, wird immer ein Notfallschlüssel mitgeliefert,der im Fall von einem Batteriefehler den Safe öffnen kann. Einelektronisches Schlosses bietet den Vorteil, dass mehrere Leute Zugriff auf den Safe haben können.Verlässt eine Person die Firma, kann der Code problemlos geändert werden.
Wie auch bei den Schlüsselschlössern, bietet ein elektronisches Hochsicherheitsschlossder VdS-Schlossklasse 1 besonders  hohe Sicherheit.
Programmierbare Schlösser mit individuellen Codes und und Codekontrollen sindebenfalls erhältlich. Eine Aufzeichung aller Zugriffe kann entweder nach Managercode-Eingabean einem integriertem Bildschirm im Inneren des Safes oder per Download auf einemLaptop eingesehen werden.

In den vergangenen Jahren haben technologische Fortschritte die Möglichkeitfür weiterentwickelte Schlösser wie Fingerabdruckschlösser oder Iris- (Augenerkennungs-)schlössergeschaffen.
Einige Safes sind bereits mit biometrischen Fingerabdruckschlössern erhältlichwelche von bis zu 100 verschiedenen Benutzern verwendet werden können.

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