Wie vermeide ich Schornsteinbrände? – Feuersicherheit im Herbst

Der Sommer ist nun endgültig vorüber und mit dem Beginn der niedrigeren Temperaturen sehnen wir uns nach einem gemütlichen Kaminfeuer.
Bevor unsere Kamine angezündet werden, ist es allerdings wichtig, den Schornstein von einem Schornsteinfeger kontrollieren zu lassen.
Dieser könnte nicht nur mit Laub, Vogelnestern etc. verstopft sein, sondern auch angesetzten Ruß beinhalten. Ein verstopfter Schornstein kann eine CO- oder Rauchvergiftung verursachen, während eine Ansammlung von Hart- oder Glanzruß zu einem Schornsteinfeuer (Rußfeuer) führen kann.

Zur Vorbeugung empfehlen wir die regelmäßige Wartung und Reinigung Ihres Schornsteins.
Verwenden Sie nur Brennholz, dass richtig ausgetrocknet ist und einen Feuchtigkeitgehalt von max. 20% hat. Bei der Verwendung von feuchtem Brennholz bildet sich Kondensat, welches sich als Schmierruß im Schornstein absetzen kann. Im feuchten Zustand kann der Schornsteinfeger das Schmierruß nicht entfernen. Dieses muss fachmännisch ausgebrannt und abgeschlagen werden.
Bei ansteigender Temperatur (wie z.B. ein heißer Sommer oder das Anzünden des Kamins) verdunstet die Flüssigkeit und bildet Hartruß oder Glanzruß. Dieses kann sich entzünden und einen Schornsteinbrand bilden.

Bei Verwendung des Kamins sollte eine ausreichende Sauerstoffzuführung vorhanden sein, um eine unvollständige Verbrennung und Gasbildung zu vermeiden. Desweiteren sollten genügend CO-Melder und Rauchmelder im Haus vorhanden sein.
Legen Sie nicht zuviel Holz auf und lagern Sie dieses nicht direkt neben der Feuerstelle. Beachten Sie die Bedienungsanleitung und verbrennen Sie nur für Ihren Kamin zugelassene Brennstoffe.

Im Fall eines Schornsteinbrands löschen Sie auf keinen Fall mit Wasser. Aufgrund der hohen Temperaturen, bildet sich Wasserdampf, der zu einem Druckaufbau im Schornstein führen würde.
Rufen Sie die Feuerwehr (Notruf 112) und verschließen Sie die Türen und die Luftzuführung zum Kamin.
Entfernen Sie jegliche brennbare Gegenstände aus der Nähe des Kamins.
Verständigen Sie den Schornsteinfeger und, falls vorhanden, halten Sie den Feuerlöscher bereit.

Die Feuerwehr wird das Feuer kontrolliert ausbrennen lassen.

Lassen Sie nach einem Schornsteinbrand unbedingt Ihren Schornstein auf Schäden überprüfen bevor Sie den Kamin wieder verwenden.

Quellen:
https://www.feuerwehr-grossheide.de/b%C3%BCrgerinfos/schornsteinbrand/
http://www.chimneyfiresafetyweek.co.uk/tips-and-advice/

Kohlenmonoxid – Wie ich mich schützen kann

Der schon eingezogene Herbst und bevorstehende Winter bedeuten, dass wir wieder anfangen unsere Heizungen und Öfen anzustellen. Vor allem ein Holz- oder Gasofen kann an einem kalten Abend sehr gemütlich sein, dabei dürfen wir aber nicht vergessen unsere Hitzequellen zu überprüfen um die Entstehung und Ausbreitung des tödlichen Kohlenmonoxid Gases zu verhindern.

Die Entstehung von Kohlenmonoxid (chemische Abkürzung CO)

Kohlenmonoxid entsteht durch mangelnde Sauerstoffzufuhr in einem Verbrennungsprozess. Fehlerhaft eingebaute Öfen, Kamine oder Gasheizungen, die dann vielleicht auch noch beschädigt sind, schlecht repariert wurden oder nicht gewartet werden, stellen eine besonders große Gefahrenquelle dar.

In Deutschland kamen in den letzten Jahren zahlreiche Kohlenmonoxidunfälle vor. Das statistische Bundesamt gibt an, dass im Jahr 2010 481 Menschen in Deutschland an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben sind (teilweise wurden hierbei jedoch auch Tote nach Bränden mitgezählt).

Wie Sie sich vor Kohlenmonoxidvergiftung schützen können.

Lassen Sie Ihre Wärmequellen wie Boiler, Gasherde und Kamine durch eine qualifizierte Fachkraft regelmäßig warten. Ihre Gastherme sollte zusätzlich zur Wartung regelmäßig auf korrekte Funktion überprüft werden. Der Spätsommer, vor dem ersten Einschalten der Heizung ist ein idealer Zeitpunkt für die Überprüfung Ihrer Geräte.

Lassen Sie Ihre Schornsteine regelmäßig reinigen und prüfen: Kaminruß, Ablagerungen, Vogelnester, Sturmschäden und undichte Schornsteine sind nur ein paar der Ursachen die entweder den Abzug blockieren oder zur Ansammlung von CO führen können. Der fachgerechte Einbau von Kaminöfen ist von großer Bedeutung um einen guten Abzug zu gewährleisten.

Wenn Sie einen Kaminofen besitzen ist es wichtig diesen fachgerecht zu bedienen, damit kein mangelnder Abzug entsteht. Vor allem am Ende eines Feuers, wenn das Feuer nur noch leicht glüht, wird viel Kohlenmonoxid erzeugt und gleichzeitig ist der Zug des Kamines am niedrigsten. Es besteht dann die Gefahr, daß kühler Rauch und Kohlenmonoxid in die Wohnung eindringen.

Überprüfen Sie bei Verwendung von Gasthermen im Badezimmer regelmäßig die Brennersteuerung da diese z.B. durch Haarspray verkleben kann.

Besorgen Sie sich einen Kohlenmonoxidmelder und installieren diesen nach Herstellerangaben. Ein Kohlenmonoxidmelder misst den CO Gehalt in der Luft und warnt Sie rechtzeitig vor dem für uns geruchlosen, farblosen, geschmacklosen und hochgiftigen Gas. Der Kohlenmonoxidmelder sollte nach DIN EN 50291-1 geprüft sein.

Wichtig ist auch die regelmäßige Prüfung Ihres CO Melders. Es ist viel zu einfach die Gegenwart dieses kleinen, aber lebensrettenden Gerätes im Alltag zu vergessen. Schreiben Sie sich daher eine Notiz in Ihren Kalender oder Ihr Handy. Drücken Sie die Test-Taste um einen Selbsttest des Alarmes durchzuführen. Die Batterien sollten einmal im Jahr oder bei Batteriewarnsignal gewechselt werden.

In den letzten paar Jahren gab es in Deutschland viele tödliche Unfälle aufgrund von Kohlenmonoxidvergiftung. Viele dieser Vorfälle hätten durch bessere Informationen über das Gas verhindert werden können. Informieren Sie daher Ihre Familie und Freunde über die Symptome einer Kohlenmonoxidvergiftung und über vorbeugende Maßnahmen. Ein Kohlenmonoxidmelder ist nicht teuer und kann ein einfaches aber lebensrettendes Weihnachtsgeschenk darstellen.
Informieren Sie auch Ihre Nachbarn. Bedenken Sie, dass Kohlenmonoxid  auch durch Wände kriechen kann.

Merken Sie sich außerdem für die nächste Grillsaison: Kohlen- oder Gasgrills sollten NIEMALS auf einseitig oder mehrseitig geschlossenen Balkonen oder vor Fenstern betrieben werden. Und selbst ein nachglimmender Holzkohlengrill in der Wohnung ist lebensgefährlich!

Symptome einer Kohlenmonoxidvergiftung:

Bei Kohlenmonoxidvergiftung treten grippeähnliche Symptome auf. Oft beschwert sich die betroffene Person über eine oder mehrere der folgenden Symptome:

  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Atemlosigkeit

Im schlimmsten Fall führt eine Vergiftung zu plötzlichem Zusammenbruch, Ohnmacht und Tod.

Wenn mehr als eine Person in Ihrem Haushalt grippeähnliche Symptome aufweisen ist es wichtig, Kohlenmonoxid im Hinterkopf zu behalten. Bedenken Sie auch folgende Anzeichen:

  • Sie fühlen die oben genannten Symptome immer, wenn sie sich im Gebäude befinden.
  • Wenn Sie das Gebäude verlassen verschwinden die Symptome, kehren aber zurück wenn Sie wieder zurück kommen.

Bei Verdacht auf CO Vergiftung muss schnellstens gehandelt werden. Warnen Sie Ihre direkten Nachbarn falls Sie in einem Reihenhaus oder einer Wohnung wohnen. Evakuieren Sie alle Hausbewohner an die frische Luft. Rufen Sie den Notruf 112 und schildern Sie Ihre Symptome mit dem Hinweis auf eine mögliche Kohlenmonoxidvergiftung.
Warten Sie auf die Feuerwehr und den Rettungsdienst und weisen diese ein. Führen Sie keine eigenen Rettungsversuche durch! Schon wenige Atemzüge des Gases können bei hoher Konzentration tödlich sein.